Hel van Twente 2026
Wie gehabt veranstalteten die sehr umtriebigen Sportler u. Sportlerinnen der ATV Ruiten Drie ihre traditionelle "Hel van Twente, de Grootste midweekse toertocht van Nederland", nicht am Wochenende, sondern am woensdag 27 mei, also natürlich wie immer einem Mittwoch. Der Ursprung ist übrigens eine Art Betriebssport-Veranstaltung eines Gefängnisses!
De “Hel” kent een afwisselend racefiets- en gravelparcours door de mooiste delen van Twente en Grafschaft Bentheim in Duitsland und ist eine sehr beliebte Radtour, die trotz des Werktags erneut viele Teilnehmer anlocken konnte.
Wie schon in den vergangenen Jahren war beim Polizeisportverein eine Fahrt nach Almelo geplant, letztlich diese bestens organisiert und unser Besuch beim Veranstalter angekündigt. So machten sich mit Heinz-Dieter, Ingmar, Martin, Hagen und Uli einige erfahrene Wiederholungstäter, verstärkt durch zwei Neulinge, Bodo und Michael, sieben Radsportler der Radsportabteilung auf die Reise. Wir wurden morgens im Start- u. Zielbereich bei 20°C und idealem Wetter von unserem Extra-Guide Gerrit begrüßt, der unsere Fahrt begleitete.
Gegen Neun ging es los, gegen den Uhrzeigersinn, also zuerst östlich Richtung Duitsland. Gerrit versuchte, neben der reinen Streckenführung mit Hinweisen auf Kurven, Abzweige oder sonstige beachtenswerte Fahrbahnzustände oder auch mal Sehenswürdigkeiten ebenso noch bzgl. Windschattenspende behilflich zu sein, musste teils aber auch mal energisch um Benutzung des Radwegs bitten. Gern angenommen, jedenfalls von einem Teil der Gruppe: seine Vorankündigungen einer jeden Steigung...
Unterwegs auf (Verbrennungsmotor-)verkehrsarmen Straßen und Wegen, die mal abgesehen vom Start/Ziel-Ort eigentlich durch keinerlei nennenswerte Ortschaften führten, fanden wir uns natürlich immer mal wieder inmitten einiger weiterer Teilnehmer wieder. So galt es naturgemäß manche Überholsituation zu beachten. Die erste Pausenstation des Veranstalters war zwischen Uelsen und Neuenhaus, etwa bei Kilometer 60 vergleichsweise spät auf der Route eingerichtet, so war ein vergesslicher (oder war's zur Erhöhung der Gewichtsbezogenen Leistung, die ja heutzutage im Radsport häufig betrachtet wird?) Renner hocherfreut, sich vorher bereits einer "doppelten" Trinkflasche eines Sportkameraden bedienen zu dürfen. Wenig später, an der zweiten Verpflegung, gab es neben Banane auch Rosinenbrötchen sowie einen Energieriegel für alle Teilnehmer. Und nicht für alle noch einen überraschenden Begrüßungs-Kommentar der netten Damen am Ruiten Drie-Tisch: "Ah, Iserlohn, da waren wir mal - vor laaanger Zeit" :-) Auch bestand hier die Option der Streckenwahl.
Da ich mir keine Startnummer kaufen brauchte, konnte ich ja leider kein GPX organisieren, war also ahnunglos, jedoch ganz begeistert über Gerrits Angebot, gemeinsam die 160er in Angriff nehmen zu wollen, da die folgende Route nun nicht mehr per Pfeil am Streckenrand markiert war. Mangels weiteren Interessenten hab ich mich entschlossen, den Rest unserer Gruppe im Stich zu lassen. Unsere Idee war natürlich, irgendeiner passenden Gruppe beizutreten, da mir so ganz viel Tempoarbeit nun eher nicht mehr leicht fallen würde (zumal Gerrit schon "ein wenig?" flotter weiterzufahren gedachte). Gerrits Blick verglich also die anwesenden und eintreffenden Sportler mit seiner Einschätzung, was mir "passen" könnte. Etwas ungünstig, dass sicher "günstige" vor einer Weile von uns vorbei gewunken worden waren und nun wohl die meisten die 100er wählten... Gerrit beredete letztlich einen seiner Clubkameraden mit uns zu fahren. Immerhin zu dritt. Die ausgesprochen flache "Verlängerung" hatte anfangs lange Geraden und stetigen Wind. Das Tempo erforderte nun die Nutzung des rechten Kettenblatts. Später folgten schattigere doch eher schmale, etwas winkligere Passagen sowie u.a. zwei Aussichtspunkte wie z.B. der Lemelerberg. Die stechen im Höhendiagramm zwar ins Auge erreichen jedoch jeweils nur Gipfelhöhen um die 30m (ü. Meer). Hier sogar ab ca. 10m, also etwas mehr (als NN), oder bei Betrachtung der zu erklimmenden Steigung, eben weniger (Berg). Da gings dann natürlich auch flott drüber, wenn auch diesmal ohne "Wertungsspurt". Zum Glück. Die dritte Pause war nur mit Werkstattwagen ausgerüstet, gut, dass die Flasche noch nicht trocken war und auch der Riegel im Trikot steckte. Irgendwann hatte mich Gerrit mit etwas Überredungskunst am Hinterrad ans Ende einer wunderbar kreiselnden Gruppe mit den Pedaalers geschleppt. Mangels Streckenkenntnis/Bordcomputer bin ich dort dann wohl als Dauer-Lutscher akzeptiert worden. Hoffentlich... So waren dann die weiteren Kilometer bis ins Ziel wieder leichter ;-)
Die sehr schöne Fahrt hat allen großen Spaß gemacht :-) Und natürlich "Dank je wel" Gerrit! Abschließend konnten dann auf der Terrasse noch Belohnungsburger und kühle Getränke genossen werden, dann gings schon wieder auf die Heimreise...
(Michael)
